Meine 5 liebsten Antagonisten [merlinliest]

Erst einmal… Was ist eigentlich ein Antagonist?

Der Antagonist ist das Gegenstück zum Protagonisten – haha, ich bin witzig ich weiß. Aber so ist es doch wirklich: man hat die Hauptfigur, die man zu lieben lernt, für die man hofft und um die man Angst hat, wenn es brenzlig wird, und die man anfeuert zu siegen. Und dann hat man diese nervigen Figuren, die alles tun, damit es genau dazu nicht kommt. Das kann mal nur ein Endgegner sein und mal ganz viele kleine. Und obwohl Antagonisten von Autoren meistens ja eher so gestaltet sind, dass man sie als Leser hasst, gibt es doch einige, die mir irgendwie wirklich ans Herz gewachsen sind.

Das hier sind die ersten 5 aus dieser Kategorie, die mir eingefallen sind.

Behaltet bitte im Kopf, dass das hier meine ganz persönliche Liste ist. Und ich weiß, dass manche dieser Figuren eigentlich nicht wirklich die Antagonisten ihrer Geschichte sind, aber irgendwie stecke ich sie doch zumindest teilweise in diese Kategorie. Fühlt euch aber frei mir zu widersprechen oder mir eure persönlichen Favoriten zu verraten – ich bin immer neugierig!


1Luke Castellan, Percy Jackson, Rick Riordan

Wer mich kennt oder diesen Blog gerade nicht zum ersten Mal besucht, der weiß: ich bin ein absoluter Rick Riordan-Fan. Die Percy-Jackson-Reihe war die erste Reihe, die ich von ihm gelesen habe und der Grund, aus dem ich mich in seinen Schreibstil, seine Figuren und seine Geschichten verliebt habe. Oh wie sehr habe ich Luke am Anfang gehasst! Wie wenig Verständnis konnte ich für ihn aufbringen und für all die Figuren, die es trotzdem immer wieder konnten, egal wie furchtbar er sich verhalten hat! (Mehr will ich hier nicht sagen, schlimm genug, dass ich mehr oder weniger die große Entdeckung des ersten Bandes offen legen muss um diesen Absatz überhaupt schreiben zu können. Aber wenn ihr die Reihe gelesen habt, dann wisst ihr, was ich meine.) Aber dann kam das Ende. Und dann kam das zweite Mal, dass ich die Reihe gelesen habe und auf einmal… auf einmal war alles anders und Luke hat plötzlich so viel Sinn ergeben und mir eine so tolle neue Perspektive auf die Handlung ermöglicht. Und deswegen hat er seinen Platz hier definitiv mehr als verdient.

2Bellatrix Lestrange, Harry Potter, J.K. Rowling

Ja, ich weiß. So richtig steht es mir nicht zu, sie auf diese Liste zu setzen, denn ich habe noch nicht alle Bücher gelesen sondern nur die Filme gesehen, mehrfach. Aber ohne sie wäre die Liste nicht komplett. Denn von ihrem ersten Auftauchen an, war Bellatrix Lestrange einer meiner Lieblingscharaktere in dem Franchise. Ich weiß nicht sicher, was es war: ihr verrücktes Lachen, ihr Stil oder auch einfach nur Helena Bonham Carter. Aber irgendwie war ich immer auf ihrer Seite, selbst wenn ich es nicht hätte sein sollen.

3Graf von Saint Germain, Edelstein-Trilogie, Kerstin Gier

Die Edelstein-Trilogie, die ich verschlungen habe, obwohl ich eigentlich für Klassenarbeiten lernen sollte, die ich so oft mitten in der Nacht aus dem Regal ziehe, wenn ich nicht schlafen kann oder aus einem Albtraum aufgewacht bin und der Graf von Saint Germain, der mit Sicherheit einer der ersten Buchcharaktere war, der mich das Gruseln lehren konnte. Ich meine, es gibt wohl auch nichts viel gruseligeres als Telepathie – und die Art, wie er immer dann auftaucht, wenn man ihn am wenigsten erwartet… 1A-Antagonisten-Material, würde ich sagen.

4Jane & Alec, Bis(s)-Reihe, Stephenie Meyer

Ja, ja auch Twilight hat seinen Platz auf dieser Liste verdient. Allerdings nicht mit James oder Victoria, nicht einmal mit Aro oder Caius (wenn einer der alten Volturi, dann am ehesten noch Marcus, weil ich seine Backstory so sehr liebe, aber da er in den Büchern eher als der „Gutmütige“ erscheint, nehme ich persönlich ihn nicht wirklich als Antagonisten wahr). Nein, auf diese Liste geschafft haben es die teuflischen Zwillinge Jane und Alec mit ihren so gefährlichen Talenten. Sie umschwirrt genau das richtige Maß an Gefahr, Gruselfaktor (*hust* mordlustige Kinder *hust*), Geheimnis und dunkler Vergangenheit, das mich fasziniert zurücklässt.

5Irial, Gegen das Sommerlicht-Reihe, Melissa Marr

Okay, alle meine Freunde verdrehen jetzt kollektiv die Augen und schließen diesen Tab, vermute ich. Denn sie haben mich a) schon viel zu oft und viel zu ausführlich von Irial schwärmen gehört und b) wird ihnen genau jetzt klar, dass er eigentlich der einzige Grund ist, aus dem ich diesen Blogpost schreiben wollte. Für alle anderen: die Gegen das Sommerlicht-Reihe von Melissa Marr gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern aller Zeiten und nur den Namen einer der Figuren in meiner Gegenwart zu erwähnen führt dazu, dass ich stundenlange Vorträge darüber halte oder den Rest des Tages dümmlich grinse. Besonders effektiv ist dabei Irials Name. Ich habe lange überlegt, ob ich ihn wirklich als Antagonisten zählen soll, doch genau das ist er – zumindest, aus so mancher Perspektive (zum Beispiel aus Kenans, den ich übrigens nicht leiden kann) und ich finde Folterungen seiner Freunde und Mord sind auch ziemlich gute Argumente für den Status als Antagonist. Irial tut grausame Dinge, er ist arrogant und herablassend, aber wenn er liebt, dann so intensiv, dass mir beim Lesen fast das Herz zerspringt. Deswegen ist er der Charakter aus der Reihe, an den ich mein Herz verloren habe, nicht Kenan (uägh), nicht Niall, nicht Devlin und nicht einmal Seth, nein Irial. Und ehrlich, ich kann gar nichts dafür – immerhin ist er die Verführung in Person! (Virtuelle Cookies für jeden, der weiß, woher ich diese Formulierung geklaut habe.)


Um es kurz zu machen: Ich liebe Antagonisten, auch wenn ich sie hassen sollte.
Mir hat dieser Beitrag auf jeden Fall enorm viel Spaß gemacht – ich hoffe euch auch!

Wir lesen uns demnächst,

Maike

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5 Gedanken zu “Meine 5 liebsten Antagonisten [merlinliest]

  1. juliawunderland schreibt:

    Hey Maike
    Bei Luke kann ich dir nur Recht geben! Ab einem gewissen Punkt mag man ihn dann doch. Und bei den Volturi von Twilight geb ich djr auch abaolut recht, die Zwillinge sind wirklich tolle Antagonisten!
    Ich mag gut ausgearbeitete Antagonisten sehr. Wenn sie eine gute Backstory haben und ihr Motiv noch gut hineinverwoben wirs bin ich hin und weg! Allerdings muss es mehr sein als dieses „miese Kindheit“ oder „die grosse Liebe wurde ermordet und man will nun Rache“. Rache ist ein zu oft gewähltes Motiv und deshalb mag ich es, wenn Antagonisten ein „höheres“ Ziel haben oder die Sache eben nicht ganz so einfach ist. Ich liebe ausserdem diese Zwiespalt „Ich weiss ich sollte ihn hassen, aber eigentlich hat er ein gutes Herz und zeigt es auf die falsche Weise“. Sobald man den Antagonisten sympathisch findet, aber ihn gleichzeitig hasst, hat man einiges richtig gemacht 😀
    Ich will schon länger einen ähnlichen Beitrag machen, aber mit Animefiguren. Der Beitrag liegt schon ewig in meinen Entwürfen, also danke für die Erinnerung und Inspiration 🙂
    Liebste Grüsse
    Julia

    • may4la schreibt:

      Hi Julia,
      ja, ich finde Rache ist auch ein ziemlich langweiliges Motiv – ob jetzt für Protagonisten oder Antagonisten. Und dieser Zwiespalt zwischen „hassen, aber eigentlich“ finde ich auch großartig. Als ich das zum ersten Mal hatte, war ich mega verwirrt, aber seit dem freue ich mich eigentlich immer, wenn es passiert. 🙂
      Sehr gerne, sehr gerne. Ich hab ein paar Freunde, die total gerne Manga lesen und Anime schauen, ich selber bin da noch nicht so rein gerutscht… Wenn man mal von Studio Ghibli absieht 😅
      Ganz liebe Grüße
      Maike

  2. kitsune_miyagi schreibt:

    Zwei und drei habe ich so gehasst! Aber auch nur, weil sie so richtig gut fies geschaffen wurden. Die anderen Bücher habe ich leider alle nicht gelesen und kann deswegen nichts dazu sagen.

    Ich verabscheue ja Umbrige so mit am aller meisten. ^^

    • may4la schreibt:

      Ja, Umbridge ist definitiv einer der schlimmsten Charaktere aller Zeiten. Sie hasse ich wirklich einfach nur, bis jetzt konnte sie bei mir bis jetzt kein Fünkchen an Verständnis wecken. Aber ich kann dich auf jeden Fall sehr gut verstehen 😀

      Liebe Grüße
      Maike

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