Die rote Königin – Victoria Aveyard

Gerade ist der dritte Teil der „Die Farben des Blutes“ Reihe, „Goldener Käfig“, von Victoria Aveyard erschienen. Da dachte ich, es sei ein guter Zeitpunkt um mal zurückzublicken auf die Gedanken, die ich mir nach dem Lesen des ersten Teils gemacht hatte. Und das mache ich dieses Mal wieder mit je fünf Gründen, die für beziehungsweise gegen das Buch sprechen und einem kurzen Fazit.


5 Gründe „Die Rote Königin“ nicht zu lesen:

  • Mare, die Hauptfigur

Mare fand ich nicht so schlimm wie so manch andere weibliche Hauptfigur im YA Genre manchmal so ist (hust Bella hust) – also nicht so unselbstständig und selbstzweifelnd und krampfhaft besonders, was jeder sieht außer sie selbst blabla. Aber gemocht habe ich sie nicht. Mir kam sie anstrengend naiv und egoistisch vor, manchmal ist sie viel zu selbstsicher, fast überheblich und manchmal wird sie von Motiven geleitet, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Motive wie Wut und Rache.

  • Es ist zu einem großen Teil sehr vorhersehbar

Ich weiß, dass viele das genau anders sehen, habe es selbst auf Listen der überraschendsten Bücher gesehen. Aber ich dachte mir immer nur: „Du machst da grade einen ziemlich dummen Fehler, Mädchen!“ und hatte jedes Mal Recht damit. Auch wer die Bösen sind, was alles so dahinter steckt, war ziemlich leicht zu erraten. Weiter gelesen habe ich vor allem, um zu sehen ob meine neuste Vorhersage auch stimmte.

  • Die Antagonistin

Ich glaube, es soll eine große Entdeckung für den Leser sein, wer hier gemeint ist, auch wenn es das für mich (s. oben) nicht war. Aber verraten wer es ist, will ich euch trotzdem nicht. Aber ich fand, dass ihre Handlungen und Motive sehr laut „Klischee“ schreien. Trotzdem war sie ein sehr gutes Gegenstück zu Mare.

  • Die Idee hinter der Geschichte ist absolut nicht neu.

Eine futuristische Welt, die Menschen werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, eine Hauptfigur, die in keine dieser Kategorien passen will… Kommt euch bekannt vor? Ja, mir auch.

  • Ein Liebesdreieck, äh -viereck?

Gibt es denn kein YA-Buch mehr ohne? Die gingen mir schon von Anfang an auf die Nerven…

5 Gründe „Die rote Königin“ zu lesen:

  • Alle Charaktere außer Mare

Fast jeder Charakter im Buch schien mir multidimensional zu sein und oft mehrere Gründe zu haben, die ihn antrieben. Es ließ sie real erscheinen.

  • Die Konsequenz wenn es darum geht, was möglich ist und was nicht

Okay, ich geb ja zu, manchmal haben die Protagonisten etwas arg viel Glück. Aber mal abgesehen davon ist die Handlung sehr ehrlich. Wenn etwas oder jemand zerbricht, dann funktioniert es nicht ein paar Seiten später schon wieder.

  • Eine Welt, in der die Menschen unterschiedlich behandelt werden aufgrund einer Farbe

Klingt ziemlich bekannt, oder? Victoria Aveyard hält unserer modernen Gesellschaft einen Spiegel vor, indem sie uns ihre fiktionale Welt zeigt.

  • Der Stil

Leicht zu lesen und doch fesselnd.  Gefiel mir sehr gut.

  • Die Hoffnung, dass der zweite Teil der Reihe eine bessere Fortsetzung ist, wie es bei anderen Reihen oft der Fall ist, bei denen der zweite Teil schon fast nur noch Schrott war.

Oder kommt das nur mir so vor?

Fazit:

Ich habe „Die rote Königin“ sehr gern gelesen, war jetzt aber nicht gerade begeistert davon. Den zweiten Teil habe ich mir trotzdem teuer gekauft, als er herauskam – aber noch nicht gelesen. So packend war die Geschichte dann also doch wieder nicht. Wer YA-Fantasy liebt, kommt wohl nicht um die Reihe herum, jedem anderen würde ich sie nicht unbedingt empfehlen.


Carlsen ·  Hardcover, 512 Seiten  ·  19,99 €
·  Die rote Königin  ·
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