Die Rebellion der Maddie Freeman [Kurzmeinung]

Ich hatte es mir fest vorgenommen, wirklich. Aber ich habe es leider nicht geschafft in den letzten drei Tagen mein aktuelles Buch (Vier Farben der Magie) ganz durchzulesen und eine Rezension dazu zu schreiben. Tut mir Leid. Deswegen gibt es heute wieder nur eine „Kurzmeinung“ zu einem Buch, das ich vor etwas längerer Zeit gelesen habe: den ersten Band der Maddie-Trilogie von Katie Kacvinsky.

Ich will euch auch gleich vorwarnen, dass es in den nächsten Wochen mehr  dieser Kurzmeinungen geben wird, denn ich schreibe nämlich Prüfungen und dann muss die Uni leider erst mal vorgehen.

Okay, jetzt habe ich aber genug geredet.


„Das Leben ist zu kurz um vielleicht zu sagen“

Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen – das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin – für den nur das wahre Leben offline zählt.
Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben – und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen?
„In welcher Welt wollen wir leben – und uns verlieben?“

Klappentext

Bereits der Klappentext verdeutlicht die Thematik des Buches. Er führt uns vor Augen, wohin unsere Gesellschaft strebt. Und dabei ist das erst der Klappentext!
Maddie ist rebellisch – naiv, wie ihr Vater es nennt. Ihr wird eingetrichtert, was sie wissen muss. Das Denken fällt weg. Das Leben hinter den Bildschirmen ist alltäglich, seit einem verheerenden Amoklauf vor ein paar Jahren. Die Menschen glauben, es sei die einzige Möglichkeit in Sicherheit zu bleiben. Man geht sogar im eigenen Haus an einem Strand spazieren – auf einem Laufband, vor einem 3D-Bildschirm. Maddie weiß, dass das nicht richtig ist. Aber sie redet sich selbst das Gegenteil ein. Doch dann trifft sie Justin und ihr wird klar, was sie die ganze Zeit gewusst hat: Leben kann man nur ohne Bildschirme. Doch sie kann sich nicht entscheiden – für ihre Liebe zu Justin oder für ihre Familie? Justin ist keine große Hilfe, er liebt sie, aber blockt ab. Er will das sie sich gegen ihn entscheidet – sein Leben sei zu gefährlich. Aber Maddie ist wie alle Menschen: Sie will immer, was sie nicht bekommen kann.
Das Buch ist unglaublich, finde ich. Die Thematik ist aktuell und das wird sie auch in den nächsten Jahren bleiben. Es führt uns radikal – ohne Euphemismen – vor Augen, was wir vorantreiben. Wir können sagen „Ach soweit sind wir doch noch lange nicht!“ Ja – noch nicht. Das Buch spielt im Jahr 2060, aber die ersten Anzeichen einer solchen Welt haben wir auch heute schon. Der Computer mag ja hilfreich sein, aber er ist auch gefährlich.

Katie Kacvinsky schreibt fesselnd. Sie gibt subtile Hinweise auf Vorgeschichten und zukünftige Hinweise, aber nie genug um alles zu verraten. Das hält das Buch spannend. Aber nicht nur das. Sie schreibt oft detailliert und während dem Lesen versinkt man so sehr in ihrem Buch, das man meinen könnte, man sei wirklich dort. Sie erzählt von einer realistischen Zeitreise in die Zukunft – und von einer Protagonistin, mit der ich mich vollkommen identifizieren konnte.
Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Zukunftsromanen, aber „Die Rebellion der Maddie Freeman“ konnte mich wirklich begeistern. Ich kann es jedem weiter empfehlen, der gerne über die Gesellschaft nachdenkt und allen, die gerne lesen.


 ·  Baumhaus  ·  Taschenbuch, 380 Seiten  ·  8,99 €  ·
·  Die Rebellion der Maddie Freeman  ·
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5 Gedanken zu “Die Rebellion der Maddie Freeman [Kurzmeinung]

    • may4la schreibt:

      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich den dritten Teil noch gar nicht gelesen habe ;/ bin aber mal gespannt, wie (ob) er mir dann gefallen wird!

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