Lamento & Ballade – Maggie Stiefvater [Reihenvorstellung]

Hallo Leute.

Ich weiß, ich weiß. Letzte Woche erst habe ich Besserung geschworen. Aber irgendwie kommt grade alles auf einmal und meine To-Do-Liste droht mich zu erdrücken. Für mein Auslandsjahr nächstes Jahr will einfach zu viel organisiert werden. Als Entschädigung gibt es dafür diese Woche gleich zwei Kurzmeinungen – zu „Lamento“ und „Ballade“ von Maggie Stiefvater, die eigentlich vor allem für die „Nach dem Sommer“ – Trilogie (die ich auch gelesen habe) und ihre Reihe um die Raven-Boys (die ich dringend noch lesen muss) bekannt ist. Aber Lamento und Ballade müssen sich bei dieser Konkurrenz definitiv nicht verstecken. Warum? Lest einfach weiter. :p


Lamento: Im Bann der Feenkönigin – Maggie Stiefvater

Luke flüsterte mir ins Ohr, so nah, dass seine Lippen mein Haar streiften: ‚Sag mir, dass du mich wiedersehen willst.‘

Eigentlich ist Deirdre eine ganz normale Sechzehnjährige. Ganz ehrlich: Sie findet ihr Leben gerade ein bisschen langweilig. Doch dann hat sie immer öfter seltsame Träume, in denen ein Junge auftaucht, dessen geheimnisvolle Augen sie verzaubern. Als er eines Tages auf einmal leibhaftig vor ihr steht, wird Deirdres Leben alles andere als langweilig und höchst gefährlich. Aber hat sie wirklich den Mut, gegen einen uralten Fluch anzukämpfen?“

(Klappentext)

„Lamento – Im Bann der Feenkönigin“ trifft genau meinen Geschmack. Es integriert die fantastische Anderwelt lückenlos in die unsere und lässt Feen real werden. Maggie Stiefvater arbeitet hierbei mit irischen Mythen, was das ganze noch realer wirken lässt.

Deirdre ist gerade sechzehn geworden und ein Musikgenie. Sie spielt Harfe seit sie ganz klein ist, und hofft auf ein Stipendium an einer Musikhochschule. Sie ist eine Außenseiterin und bezeichnet sich selbst als „unsichtbar“. Da sie jedoch sehr introvertiert ist, stört sie das überhaupt nicht. Sie leidet zudem unter schrecklichem Lampenfieber und muss sich vor jedem Auftritt übergeben.

Bei einem wichtigen Vorspiel an ihrer Schule natürlich auch. Auf der Mädchentoilette begegnet sie Luke Dillon, der ihr die Haare aus dem Gesicht hält. Sie kennt ihn – aber nur aus ihren Träumen – und es dauert nicht lange bis sie sich in ihn verliebt.

Er bringt ihr Leben ganz schön durcheinander. Plötzlich tauchen überall bedrohliche Schatten auf. Und ihre Großmutter verhält sich Luke gegenüber sehr komisch. Muss Deirdre sich doch vor ihm fürchten?

Ja das sollte sie, denn er ist (… das kann ich hier wohl eher schlecht verraten, ich will euch ja nicht zu sehr spoilern). Dann entwickelt Dee auch noch plötzlich übernatürliche Kräfte und ihr Leben ist nicht länger langweilig sondern furchtbar kompliziert.

Ihre Großmutter weiß von Feen und will sie von Luke fernhalten und ihr bester – und einziger – Freund James ist in sie verliebt! Die ganze Geschichte spitzt sich zu als die Feen sich mit bösen Absichten in ihr Leben und das ihrer Liebsten einmischen. Das kann Deirdre nicht länger hinnehmen und daher stellt sie sich zum Showdown der Feenkönigin.

Die Geschichte von Deirdre ist lange sehr voraussehbar, doch das Ende hat mich dann doch überrascht. Trotzdem bleibt die Geschichte die ganze Zeit über interessant, was unter anderem an Maggie Stiefvaters Art zu erzählen liegt.

Meinen Geschmack trifft sie auf jeden Fall: Die Anderwelt der irischen Mythologie trifft auf unsere – gut recherchiert und absolut genial wiedergegeben.


Ballade: Der Tanz der Feen – Maggie Stiefvater

Ihre Augen öffneten sich. Es war, als würde ich in Eiswasser ertrinken. ‚Ich warte schon ewig auf dich.‘, sagte sie.

James hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, aber hinter der coolen Fassade verbirgt sich ein sensibler Teenager. Obwohl er es nie zugeben würde, träumt er von der großen Liebe. Als er einem ebenso schönen wie geheimnisvollen Mädchen begegnet, schlägt sein Herz schneller – doch Nuala ist kein Mensch. Sie gehört zum Feenvolk und ist zu James gekommen, um ihm ein Angebot zu unterbreiten: Sie kann aus ihm einen berühmten Musiker machen. Aber natürlich hat der Musenkuss einen hohen Preis…“

(Klappentext)

Der Klappenttext trifft das ganze ziemlich gut. Okay, „die große Liebe“ ist vielleicht etwas übertrieben und wer sich aus „Lamento“ noch an James erinnert, weiß auch, dass er nie auf Nuala hereinfallen wird, aber er fasst den vorderen Teil der Geschichte so zusammen, dass man sie unbedingt lesen will.

James geht jetzt zusammen mit Dee auf die Thornking-Ash – eine Schule für Musikstreber. Doch der letzte Sommer (s. Lamento) lastet schwer auf ihrer Beziehung. Sie gehen sich aus dem Weg und es bricht einem als Leser das Herz, James leiden zu sehen. Er ist immer noch in Deirdre verliebt, bis er Nuala kennen lernt und anfängt über sie hinweg zu kommen.

Dann möchte man Dee nur noch verfluchen. Sie weiß, dass Luke nicht zurück kommt, dass sie sich nicht mit Feen einlassen soll und dass sie in James jemanden hat, dem sie alles erzählen könnte. Aber sie folgt Luke, tanzt mit den Feen und verschickt nicht eine ihrer SMS an James.

Maggie Stiefvater ist sehr gut in dem, was sie tut. Sie schreibt und man liest nicht über ihre Figuren, sondern man lebt mit ihren Figuren. Sie lässt Charaktere real werden und Fabelwesen zu Wirklichkeit – und damit trifft sie genau meinen Geschmack.

Die Geschichte von ‚Ballade – Der Tanz der Feen‘ ist am Anfang etwas langatmig, doch die Geduld lohnt sich. Selbst wenn das Ende ab einem gewissen Zeitpunkt vorrausehbar ist, möchte man es genau wissen. Man will wissen, ob man Recht hat, oder ob die Feen die Lage noch einmal komplett verändern.

Kurz: Der Anfang ist ein klein bisschen langatmig, das Ende ein wenig vorraussehbar, der Schreibstil genial und die Geschichte fantastisch. Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch – und die Reihe überhaupt – zu lesen.


Ich habe die Reihe mittlerweile zwei Mal gelesen und muss sagen, dass sie mir beim zweiten Mal fast noch besser gefallen hat. Und deswegen kann ich sie euch auch ohne schlechtes Gewissen empfehlen. Und dann finde ich diese schönen, schlichten und doch verträumten Cover auch noch mehr als fantastisch ❤


*Auf der Verlagsseite sind die Bücher leider nur noch als E-Book erhältlich

PAN (Droemer Knaur)·  E-Book  ·  je 6,99 €
·  Lamento  ·  Ballade  ·
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