Die Hochs und Tiefs meines Daseins als Schreiberling [merlinschreibt]

Vor zwei Wochen habe ich euch erzählt, dass ich in der siebten Klasse angefangen habe zu schreiben. Das ist jetzt tatsächlich schon ganze sieben Jahre her (scheiße, ich werde alt). Mein Verhältnis zum Schreiben war in diesen sieben Jahren nicht immer perfekt. Davon will ich euch heute erzählen und verraten, warum ich trotzdem sicher bin, nicht mehr ohne das Schreiben zu können.


Am Anfang habe ich nur Zuhause geschrieben. Dann habe ich nur im Unterricht geschrieben. Dann habe ich einfach immer geschrieben, wenn ich Zeit hatte. Immer. (Zumindest fühlt es sich in der Rückschau so an.)

In der neunten Klasse ist dann spätestens die Idee gereift, mein Leben lang zu schreiben, als Hobby. In der zehnten kam das Berufspraktikum und ich bin dafür zur Zeitung und danach hatte ich mich entschieden: nein. Ich will auch beruflich schreiben. Und der Karriereplan Lokaljournalistin war geboren.

Warum nicht hauptberufliche Autorin? Also bitte. Ich träume zwar groß – von wegen Journalistin und Autorin nebenher, mit eigenen veröffentlichten Büchern und so – aber ich will es auch nicht übertreiben. Man soll sich ja Ziele setzen, die man auch realistisch erreichen kann. (Was nicht heißt, dass der ganz ganz große Traum nur Autorin zu sein gar nicht da wäre. Schuldig im Sinne der Anklage.)

In diesen zwei Jahren, also in der neunten und zehnten Klasse, hatte ich einen fantastischen Deutschlehrer. Ihm habe ich erzählt, dass ich gerne schreibe und er hat mich ermutigt. Von ihm kam glaube ich auch die Idee mit dem Praktikum bei der Zeitung. Durch ihn bin ich auch an meine erste richtige Veröffentlichung gekommen: einen kurzen Beitrag in dem Jahrbuch „Leben am See“, der mir heute zwar etwas peinlich ist, auf den ich aber auf der anderen Seite auch mega stolz bin. Ich bin dafür sogar bezahlt worden! Ganze 18 Euro habe ich bekommen und die natürlich gleich wieder in Bücher investiert.

Ich habe mich gut gefühlt, nach der zehnten Klasse, selbstbewusst. Deutsch war mein bestes Fach. Ich wusste endlich, was ich mit meinem Leben anfangen will und sogar wie ich es erreichen kann. Ich hatte gefunden, was mich glücklich macht und war sogar gut darin.

Dann kam die Oberstufe und der Absturz. Eine neue Deutschlehrerin, die meinen Stil absolut nicht mochte und der es nicht gepasst hat, dass ich eben nicht der Typ bin, der im Unterricht die ganze Zeit streckt. Von einer 1 bin ich auf die drei gerutscht. Und mir war klar: an sich ist das keine schlechte Note. Aber Deutsch war mein Lieblingsfach, war das, was ich machen wollte. Sie schien mir einen Strich durch all diese Rechnungen zu machen.

Das hat mich so frustriert und beschäftigt, dass ich zeitweise jegliche Lust am Schreiben verloren hatte. Warum hätte ich auch schreiben sollen? Scheinbar konnte ich es ja doch nicht.

Aber das Schreiben ist für mich wie eine Sucht. Und wenn ich mich ihr nicht beuge, dann kommen die Entzugserscheinungen. Zuerst werden meine Träume eigenartig – also noch bizarrer als sie eh schon sind. Dann bin ich auch ständig am tagträumen. Szenen und Dialoge von Figuren, über die ich noch nie geschrieben habe, tanzen vor meinem inneren Auge und machen es mir schwer mich zu konzentrieren. (Das ist meine Lieblingsphase, weil sie mir beweist, dass ich immer noch kreativ sein kann.) So langsam werde ich nervös. Meine Finger sind ständig in Bewegung. Konzentration wird unmöglich. Ich muss jetzt einfach schreiben

Also setze ich mich vor meinen Computer – und habe prompt alle Szenen, Dialoge und Charaktere vergessen, die mir das Leben noch vor einigen Tagen erschwert haben.

Genau so ging es mir dann auch irgendwann in der Oberstufe. Schlussendlich habe ich mich wieder hingesetzt und geschrieben, weil ich einfach nicht anders konnte. Und – Überraschung – es hat mir mindestens genau so viel Spaß gemacht wie zuvor, wenn nicht gar mehr.

Also scheiß auf das, was die dämliche Kuh von Deutschlehrerin (entschuldigung) sagt: Schreiben ist ein Teil von mir. Und ich werde nicht damit aufhören, so einfach ist das.

Dieses gute Gefühl konnte ich ganz ganz lange bewahren. Aber momentan bin ich eher wieder an einem Tiefpunkt angekommen. Nicht, weil mir Schreiben keinen Spaß machen würde oder ich eine ganze fiese Schreibblockade hätte, nein. Ich habe momentan einfach das Gefühl, dass alles, was ich geschrieben habe absoluter Müll ist und es nicht wert ist gelesen zu werden. Seufz

Hoffen wir, diese Phase geht bald vorbei.


Falls du dazu beitragen willst, dass ich mich noch schlechter über mein Dasein als Schreiberling fühle: ich bin gerade auf der Suche nach ehrlichen Testlesern für meine Geschichte. Die müssen mir sagen, was Scheiße ist und am besten auch, wie ich es vielleicht ändern könnte? Damit ich mich danach besser fühle?

Sie können mir aber natürlich auch sagen, wenn etwas gut ist, so ist es ja nicht 😉

In meiner Geschichte geht es um die sechzehnjährige Maris, die herausfinden muss, wer sie eigentlich ist und lernen muss, diese Person tatsächlich zu sein: und das alles, während sie versucht ein Land zu regieren, dem der Krieg droht. Und dann sind da noch die ganz normalen Probleme, die man als sechzehnjährige eben so hat und – die erste Liebe.

Falls ihr euch dafür interessieren würdet, mir hiermit zu helfen (wofür ich ewig dankbar wäre), dann schreibt mir gerne eine Mail über mein Kontaktformular eine Mail, dann schicke ich euch weitere Infos zu, wie genau ich mir das vorstellen könnte.

Ganz liebe Grüße

Eure Maike ❤

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