Spiel der Schatten – Michael Peinkofer [Kurzmeinung]

Es ist mir ja schon fast peinlich, aber ich bin wieder nicht dazu gekommen ein neues Buch zu lesen und eine lange Rezension dazu zu verfassen. Das tut mir ehrlich Leid und ich gelobe hiermit mich zu bessern.

Aber es gibt auch diese Woche trotzdem einen Beitrag: (m)eine Kurzmeinung zu Michael Peinkofers „Spiel der Schatten“. Peinkofer gehört seit Jahren, unter anderem dank seiner High-Fantasy Reihe um die Orks, zur absoluten Spitzenklasse der deutschen Fantasy-Autoren. Mit „Spiel der Schatten“ hat er ein schönes Jugend-Fantasy-Buch geschaffen, das, so denke ich zumindest, eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient als es bekommt. Aber lest selbst.


Tritt ein und lass dich verzaubern!
London, 1886. Die junge Cyn liebt es, gemeinsam mit ihrem Vater und den Freunden auf der Bühne zu stehen. Aber die Zeiten sind schlecht, und das Theater steht vor dem Bankrott. Alle sind sich einig, wer schuld daran ist: Professor Caligore, der die Massen mit nie dagewesenen Illusionen in sein Calligorium lockt. Doch in dem Schattentheater gehen seltsame Dinge vor sich.
Als Cyns Vater völlig verändert aus einer Vorstellung zurückkehrt, wird ihr klar, dass sie dem Professor auf die Schliche kommen muss. Ein schattenhaftes Abenteuer beginnt…“

Klappentext

Der Klappentext gibt einen ziemlich guten Überblick über die Geschehnisse im Buch.
Cyn und ihre Theatergruppe geben ihre letzte Vorstellung des Sommernachtstraum – ihre letzte Vorstellung überhaupt: ab nächster Woche wird sie obdachlos sein.
Als ihr Vater verändert aus der Vorstellung im Calligorium zurückkehrt, von der jeder begeistert ist, aber niemand verraten will, was gezeigt wurde, ist sie zunächst einmal beunruhigt. Doch erst als ihr Vater einem geheimnisvollen Fieber erliegt, macht sie sich auf die Suche nach der Ursache.
Dabei begegnet sie Milo – einem Schatten, der mehr als nur eine unerwartet erwartete Wendung der Geschichte mit sich bringt…

Die Geschichte um Cyn und ihre Theatergruppe ist traurig und zieht sich etwas zu lange hin, ehe endlich die Schatten ins Spiel kommen. Doch der Puck – eine Bauchrednerpuppe, bei der man sich nie sicher ist, ob sie wirklich nur eine Puppe ist – bringt Witz und Humor in die Geschichte.
Der Autor schlägt mit eben dieser Puppe einen ungewöhnlichen Weg ein: Er gibt einem Gegenstand eine Hauptrolle. Denn ohne Puck wäre das alles nie geschehen.
Obwohl man das Ende ab einem gewissen Zeitpunkt voraussehen kann, liest man dank Michael Peinkofers lebensnahem Schreibstil immer weiter. Und so erwartet das Ende der Geschichte ist, so unerwartet ist die nach und nach aufgedeckte Ursache des ganzen Schlamassels.

Fazit: „Spiel der Schatten“ ist ein toller Roman, den ich nur jedem empfehlen kann. Vor allem, wenn man auf Shakespeare, London, Theater und unsterbliche Schatten steht, sollte man Cyns Geschichte nicht verpassen.

Um in der Sprache des Buches zu bleiben:

Fangen Sie an und lesen Sie! Erfahren Sie, wozu das Genie des Michael Peinkofers fähig ist! […] Die Wahl liegt bei Ihnen, ehrenwerte Gentlemen und hochgeschätzte Damen, doch seien Sie stets auf der Hut – was Sie im Spiel der Schatten lesen, wird Sie niemals wieder loslassen…

nach der Innenseite des Buchumschlages


Weitere Meinungen:

Bella’s Wonderworld


Baumhaus  ·  Hardcover, 240 Seiten  ·  12,99 € 
·  Spiel der Schatten  ·
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2 Gedanken zu “Spiel der Schatten – Michael Peinkofer [Kurzmeinung]

  1. kitsune_miyagi schreibt:

    Eine wirklich tolle „Kurzmeinung“, die eigentlich schon viel mehr ist. Ich wusste nicht, dass er auch dieses Buch veröffentlicht hat. Schau ich mir mal an. 🙂

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